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BFF* statt Valentine!

Warum den 14. Februar nervösen Dates überlassen, wenn man ihn mit den wichtigsten Menschen verbringen kann? Von Galentine’s Day bis Harvard-Studie: Jule schreibt, warum Freundschaft nicht nur mehr Spaß macht, sondern sogar gesünder ist. Also: BFF statt Valentine – und Herzklopfen ganz ohne Stress.


Von Jule (9a)


Der 14. Februar rückt immer näher. Überall sieht man rosa Herzchen, Rosen und Pralinen. Wer keine Rose bekommt, fühlt sich schnell wie das fünfte Rad am Wagen. Aber: Warum eigentlich? – machen wir den Tag doch einfach zum Tag der besten Freunde statt dem Tag der nervösen Dates. Was spricht schon dagegen?


Foto: Unsplash / Foto: Melissa Askev
Foto: Unsplash / Foto: Melissa Askev

Gemeint sind Menschen, die dich richtig kennen, mit denen du lachen kannst, ohne dich zu verstellen, und die auch dann bleiben, wenn es schwierig wird.


Schon mal vom ,,Galentine`s Day“ gehört?


Oft wird dieser bereits am 13. Februar mit einem gemeinsamen Essen gefeiert. Eine ideale Gelegenheit ein paar Insider-Witze auszutauschen ;-). Der Begriff entstand 2010 in der US-Comedy Serie ,,Parks and Recreation“, mit dem  Motto: ,,Ladies celebrating ladies“. Leslie Knope (gespielt von Amy Poehler) ist der Meinung, dass ihre Mädels-Freundschaft viel wichtiger ist als der Valentinskram. Das Wort ,,Galentine`s Day“ ist ein Wortspiel aus ,,Valentine“ und ,,Gal“,  ,,Mädchen“. Der ,,Palentine`s Day“ ist eigentlich genau das Gleiche, nur dass das ,,Pal“ für ,,Kumpel“ steht.

Der Tag eignet sich also perfekt dafür, selbst etwas in die Hand zu nehmen, nicht darauf zu warten von Jemandem (nicht) ausgewählt zu werden und zu zeigen, wer einem wirklich wichtig ist und immer für einen da ist.


Drei gute Gründe, warum BFFs die besseren Dates sind

  1. Bei Gesprächen brauchst du keine Angst vor unangenehmer Stille zu haben

  2. Man muss sich nicht extra schick machen. Das bedeutet deutlich weniger Stress vor dem Treffen und falls man sich bekleckern sollte, hat man vielleicht nicht die teuersten Dinge an und es ist nicht ganz so dramatisch.

  3. BFFs, die sowieso schon alles über Einen wissen, braucht man nicht vorzuspielen, immer perfekt und süß zu sein.


Freundschaft ist die beste Medizin

Das ist sogar wissenschaftlich belegt. Laut der ,,Harvard Study of Adult Development“ ist nicht das Reichtum oder die Anzahl der Rosen, die wir (nicht) bekommen haben, entscheident, sondern vor allem enge Freundschaften, sollen zu einem längeren und zufriedenerem Leben führen.

Das liegt vor allem an unserem Körper und zwei besonderen Hormonen. Bei den beiden Hormonen handelt es sich einmal um Oxytocin, das Bindungshormon, welches unser Körper beispielsweise ausschüttet, wenn wir gemeinsam lachen. Gleichzeitig sinkt der Spiegel des Stresshormons Cortisol. Und all das passiert deutlich schneller, wenn wir mit unseren BFFs zusammen sind als bei einem nervösen Date.

Forscher an der Universität Virginia fanden in einer Studie sogar heraus, dass uns selbst die größten Probleme klein vorkommen, wenn der/die BFF einfach nur neben einem steht**.

 

Wer hat eigentlich gesagt, dass sich nur Pärchen lieben? Lieben wir nicht auch unsere BFFs?

Ein Crush verschenkt vielleicht eine Rose aber ein/eine BFF ist immer dein Anker, auch im stürmischten Sturm. Es heißt schließlich nicht umsonst: Best friend FOR EVER

p.s.: Wenn du kein/keine BFF hast, kannst du dir natürlich auch einen schönen Tag alleine machen. Das Beste: Du musst die Süßigkeiten mit Niemandem teilen ;-)

In diesem Sinne einen frohen Valentinstag Euch!




*BFF steht für „Best Friends Forever“ – auf Deutsch: beste Freunde für immer.

Gemeint sind Menschen, die dich richtig kennen, mit denen du lachen kannst, ohne dich zu verstellen, und die auch dann bleiben, wenn es schwierig wird.

**BFFs als Schutzfaktor: Eine Langzeitstudie unter der Leitung von Rachel K. Narr und Joseph Allen (veröffentlicht um 2017) zeigte, dass Teenager, die im Alter von 15 Jahren enge, qualitativ hochwertige Freundschaften pflegten, im Alter von 25 Jahren ein geringeres Risiko für Depressionen und soziale Ängste hatten sowie ein höheres Selbstwertgefühl aufwiesen. Mehr dazu: https://science.orf.at/v2/stories/2861564/

 


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